Woher der Springbock seinen Namen hat

Hallo liebe, treue Leserschaft,

schon wieder ist ein Wochenende rum. Und weil Wochenende nunmal rum reisen da sind, haben wir uns Donnerstagabend wieder im Pic n Pay durch die Regale geschlagen, die Arme vollbeladen mich Chakalaka, Schokolade, Nudeln und Chips um dann Freitag mit nem vollgepackten Auto abzudüsen Richtung Wüste. Ab gings nach Sossusvlei.

Die Fahrt war unglaublich schön. Im Sonnenuntergang auf der Straße zur Musik tanzen, Zebraherden die im Dämmerlicht durch die staubige Savanne getrabt sind, Sternschnuppen am Himmel und noch viel, viel mehr Tiere, die uns aus der Ferne oder auch mal ganz von nahem beobachtet haben. Für die waren wir mindestens so spannend wie sie für uns. Gar nicht so unheikel waren dafür die Pässe, die wir auf unserer fahrt überqueren musste. Aber Golfi denkt inzwischen selber, er wäre ein Four by Four und von daher war das alles gar kein Problem 🙂

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Im Dunkeln das Zelt aufzubauen war dann gar nicht mal so leicht. Zum Glück haben wir es aber weder direkt vor einen Dornenbaum gestellt, der auf Kopfhöhe hing, noch auf ein kleines Felsenmeer. Denn das wäre ziemlich blöd gewesen und am Ende hätte sich da noch jemand verletzt. (Susa. Wie immer eigentlich. Aber nur um Theresa zu retten. Also wars heldenhaft und jetzt sind es eben Narben einer Heldentat. oder so. )

Blöd wäre auch gewesen, wenn der Campingkocher kaputt gewesen wäre. Das wäre echt ziemlich blöd gewesen. Gott sei Dank hat er aber einwand frei funktioniert und so mussten wir weder Schleimnudeln noch lauwarme Chakalakatomatensoße essen. Mjamm.

Aber sind wir mal ehrlich. Sowas gehört halt zum Campen dazu und wir sind ja keine Sissis. Der Blick in den Sternenhimmel hat auch ungefähr alles wieder gut gemacht. Die Milchstraße war wieder zum greifen nahe und Sternschnuppen en masse sind übers Himmelszelt gesaust.

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Am Samstag gings dann um 5 Uhr in der früh auch schon wieder raus. Zum Sonnenaufgang schauen und damit es in der Wüste noch nicht arg so heiss ist. (Wars dann halt trotzdem, aber das war ja vorhersehbar).
Der Sonnenaufgang lässt sich nicht beschreiben. Unsre Fotografin Susa hats allerdings geschafft ihn sehr, sehr geil einzufangen. Susa- fetten Respekt!

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In der Wüste sind wir dann durch Dead Vleii gewandert, haben so viel Feuerholz unter unsere Haut gerammt wie möglich, damit wir auch abends ja genug zum verbrennen haben und haben Big Daddy bestiegen ;D .
Der fand den Besuch wohl ziemlich nett und hat dementsprechende, wohlige Geräusche von sich gegeben. Kein Witz. Wenn man eine Düne runterrennt und fest oder tief (so ganz haben wir das Geheimnis nicht gelüftet bekommen) genug hinein springt, dann gibt die Düne ein tiefes Brummen von sich. Wrummmm! Das geht einmal durch den ganzen Körper und fühlt sich verdammt witzig an.

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(made by Susa)

Joah nach der Wüste hatten wir dann auch Sand ueberall. Das zeug hat sich so gut festgesetzt, ich hab gestern noch Sandreste von meiner Haut versucht zu waschen. Vielleicht sind sie auch einfach inzwischen ein Teil von mir geworden, keine Ahnung.
Sand. Sand. Sand. 🙂
Zum Glück gabs an der Lodge, die in der Nähe des Campingplatzes war auch einen Swimming Pool. Wir haben also ganze Tourimassen an unsrem Sandbad teilhaben lassen. Nett von uns, oder? 🙂

Später haben wir dann wieder verzweifelt versucht, essbare Nahrung mit dem Kocher zu produzieren. Mehr oder weniger erfolgreich. Aber ohne vernünftige Hitze eben auch kein vernünftiges Essen. Satt sind wir trotzdem geworden.

IMG_0179(made by Susa)

So ein Sundowner ist schon immer wieder was geiles. Vor allem mitten in der Savanne.

Am Sonntag hat der Wecker dann etwas später- um sechs geklingelt. Draussen war es schon so warm, dass man in kurzer Hose heraumlaufen konnte, was uns Böses erahnen lies. Und die unfassbar brutale Hitze lies dann auch gar nicht lange auf sich warten. Richtung acht Uhr war es schon so unerträglich heiss, dass man eigentlich nicht mehr draussen herum laufen wollte. Schwer vorstellbar aber es war wirklich krass.
Wir also dann doch ziemlich schnell nach nem kleinen Spaziergang ins Auto und ab nach Hause. Immerhin hatten wir noch 5 Stunden Fahrt vor uns. Gelockt von hohen Versprechungen eines Welcome- Back Essens ging die Fahrt umso schneller vorbei.
Das Essen was die Jungs gezaubert haben war dann übrigens mehr als nur einen Michelinstern wert. Definitiv. 😉

Ciao Bella

P.S. Warum der Springbock seinen Namen hat? Tja! 🙂 Am Samstag hab ich das erste Mal einen Springbock so richtig springen sehen. Und wow, den Namen hat er wirklich verdient! Respekt kleiner Hüpfer kann ich da nur sagen. Und das sah vielleicht geil aus. Als wäre er in der Luft stehen geblieben.

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