Please stay in your vehicle!

Ein letztes Mal hiess es für mich diesmal schon Mittwochs: einkaufen fürs Camping!

Hier mal die Packliste für ein erfolgreiches Wochenende:

  • 10 Wasserkanister (viereckige, die runden passen nicht gut ins Auto)
  • Kiloweise Nudeln (lasst bloss die Tüte zu, sonst habt ihr Sandnudeln- aber die hat man eh, wenn Theresa dran war, also ist es eigentlich schon egal)
  • Chakalaka (göttliches Zeug- nur nicht auf der Hose aber auch da ist es eigentlich göttlich! Man werd ich dich vermissen Chakalaka)
  • Tomatensosse und Onion-Tomatensosse um den Spaß zu strecken
  • Avocados (weich! Im Ernst, harte schmecken kein bisschen und weich werden sie leider auch kaum im Auto. Auch wenn wir das auf jeeeeder Fahrt gehofft haben)
  • Brot (zum Frühstück, Mittagessen und für zwischendurch)
  • Marmelade (vorzugsweise rote!)
  • Peanutbutter (die Chrunchycatversion! )
  • Top Deck (aber nur so viel, wie man auf den ersten zwei Std der Autofahrt schafft- ansonsten ist die Zeit der Schoki abgelaufen… egal ob im Handschuhfach oder der Kitchenbox)
  • Tuc Tucs (gehen einfach immer.)
  • Saft (Guava! )
  • Oreos (zuckerschub)
  • Alkohol (mal mehr, mal weniger. je nach bedarf und laune. es sollte nur einer sein, der auch warm schmeckt. ja ich weiss, das klingt pervers.)
  • Kaffee (traurig aber wahr, ich bin zum Kaffeetrinker geworden. Aber da unser Wecker immer um 5:30 geht hier am Wochenende ist das verzeihbar)
  • Klopapier (believe me, das ist hier Mangelware)
  • Bananen (Geheimrezept von Timmy und Sissi: Peanutbuttermarmeladenbananenbrot)
  • Gute Laune und starke Nerven!

Das ganze Zeug samt Zelt und Kitchenbox ins Auto und ab gings am Freitag Richtung Etosha.

In der Pfanne hatte es lockere 40 Grad und da Golfi ja bekanntlich keine Klimaanlage besitzt (neumodischer Mist sowas! Braucht kein Mensch. Fenster auf langt.) mussten wir schön die Fenster im Auto öffnen. Was im Etosha Park an Selbstmord grenzt. Denn der Staub hier, der ist weiss und hartnäckig und setzt sich einfach in jede Pore hinein. Ein bisschen sahen wir und Golfi danach aus, wie kurz nach einem Schneesturm.

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Was Tiere angeht, hatten wir unfassbares Glück. Neben Löwen, Elefanten, Giraffen, Nashörnern, Zebras, Kudus, Springböcken usw usw usw konnten wir auch Cheetahs sehen. Das ist extrem selten!

Sowohl Samstag als auch Sonntag sind wir mit unsren zwei Autos (diesmal waren wir immerhin zu 8 unterwegs) durch den Park gecruist. Golfi hat seine Sache mal wieder unfassbar gut gemacht. Dieses Auto hat inzwischen wirklich ein Eigenleben entwickelt und Theresa und ich sind ein Teil von ihm geworden.

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Das meiste lässt sich einfach wieder unfassbar schwer in Worte fassen, was wir dieses Wochenende erlebt haben und ich glaube, deswegen lasse ich es auch einfach. Ihr müsst das Selber mal erlebt haben.

Abends unter dem Sternenhimmel Sternschnuppen zählen, ein eigenes Lagerfeuer bauen, Essen auf dem Campingkocher kochen, ums Auto tanzen im Sonnenuntergang, Elefanten die 2 Meter neben dir stehen, Zebras, die am liebsten zu dir ins Auto krabbeln würden, Poolchallenges…

Man werd ich das vermissen <3!

Jetzt ist mein Kopf voll mit Bildern, mein Herz voll mit Erinnerungen und Emotionen und langsam wird es für mich Zeit, auf Wiedersehen zu sagen.
Meine Zeit hier neigt sich dem Ende zu.
Und so ganz weiss ich nicht, was ich fühle. Abschiedsschmerz, Freude auf zu Hause? Irgendwie von allem ein bisschen.

Fest steht, dass mir die Zeit hier die Augen für eine andere Welt geöffnet hat. Für ein anderes Leben. Für andere Träume und Ziele. Wünsche, Gedanken.

Und die Zeit hat mir euch geschenkt 🙂 Ihr wisst schon, wer damit gemeint ist. Ohne euch wäre die Zeit hier nicht meine Zeit gewesen. Ihr seid meine Familie geworden. Meine Schulter zum Anlehnen. Fels in der Brandung. Irgendwie von allem ein bisschen.Ich werde euch mitnehmen und  bei euch bleiben. Jetzt müsst ihr erstmal ohne mich im Sonnenuntergang tanzen. Top Deck mampfen. Doritos zerkrümeln. Chakalaka kochen. Avocados auslöffeln. Captain killen. Guava trinken. Den verzweifelten Versuch starten beim DVD schauen nicht einzuschlafen. Unterm Sternenhimmel quatschen. Um Isomatten kämpfen. Sand aus dem Ohr waschen. Agter op my fiets hören.
Aber ich weiss, dass sich unsere Wege in Deutschland sowieso wieder kreuzen werden 🙂 Bei den einen früher, bei den anderen ein bisschen später.
Passt auf euch auf, bitte! Ihr habt meine Zeit hier zu der schönsten, einmaligsten und intensivsten Erfahrung meines Lebens gemacht.
Naaaaaatsegunjaaaaaaaa … <3 Oh Africa.

Ciao Bella <3
Ciao Bella <3

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