Koh Phangan – die legendäre Partyinsel

Wisst ihr noch, wo wir stehen geblieben sind?
Genau, wir mussten Koh Tao Adieu sagen, unserer geliebten kleinen, grünen Insel irgendwo im nirgendwo. ABER!! Die nächste Insel lockte uns bereits mit wildesten und buntesten Partyversprechungen. Koh Phangan nämlich gilt als Mekka für hemmungslose, ausgelassene Feierfreunde und es heißt ja nicht umsonst: a little party never killed nobody.

Erstmal hat es dann aber richtig angefangen zu stürmen in unserer letzten Stunde auf Koh Tao. Hat mich ein bisschen an Abschiedstränen erinnert… Das sonst eher ruhige Meer hat sich aufgebäumt, die schaumigen Zähne hoher Wellen sind uns entgegengebleckt und ich habs schon kommen sehen: diese Bootsfahrt konnte nicht angenehm werden.

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Wurde sie auch nicht.
Wir sind in einer kleinen Nussschale über den Ozean gewippt, wurden hin und her geworfen und während Rafi gemütlich eingerollt geschlafen hat, hab ich versucht den teuren Veggiburger drin zu behalten.
An dieser Stelle ist es mal Zeit für eine kleine Beichte: Ich habe ziemlich große Angst auf hoher See. Das war schon immer so und ich dachte auch, das würde immer so bleiben. Mir war schon vor dem Urlaub klar, dass ich mich irgendwann mal auf ein kleines Schiff begeben muss, aber ich habe wirklich versucht alles dagegen zu tun. Und alles dagegen, dass Rafi merkt wie viel Panik mir schon der Gedanke macht, lange auf dem Wasser zu sein. Leider kann man manche Inseln eben einfach nur per Boot erreichen und Ängste sind ja irgendwie auch manchmal da, um sich ihnen zu stellen. Ehrlich, ich hab schon was gegen Tretboot Fahren. Dabei ist es nicht mal, dass mir schlecht wird. Aber das Gefühl, irgendwo festzuhängen auf dem weiten Meer… nein Danke.
Mit dem Fliegen habe ich dagegen gar kein Problem.
Macht keinen Sinn aber na ja…
In dem Moment war es dann jedenfalls soweit. Mir wurde heiß und kalt, um mich herum hat alles gewackelt und geschaukelt, die Wellen sind an die Fenster geklatscht und zu allem überfluss war die kleine Nussschale Ungezieferverseucht und echt verdammt dreckig. Da war kein Horizont mehr, den ich sehen konnte und auch keine Hoffnung. Da fühlt sich dann auf einmal eine Stunde wie eine halbe Ewigkeit an.
Und irgendwo mitten in all dem Schaukeln, Wackeln, Schwitzen und Angst haben… ist dann alles in mir auf einmal ruhig geworden. Mein Magen hat sich beruhigt und meine Gedanken auch.
Mir war klar, dass meine Angst nicht besiegt war, aber aus diesem Kampf bin ich als Sieger hervor gegangen. Für heute. 1:0 Für mich.

Auf Koh Phangan angekommen ging es dann erst einmal auf Hostelsuche. Diesmal hatten wir nichts vorgebucht und mussten außerdem etwas für drei Personen finden. Lana, unsere Freundin aus Koh Tao, hat uns noch ein Stückchen unserer Reise begleitet.
Tatsächlich sind wir aber sehr schnell fündig geworden: ein kleines Hotel mit Bungalows direkt am Meer.

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Da unsere Hotelbar bereits um neun Uhr dicht gemacht hat (da sind wir schon etwas misstrauisch geworden), haben wir uns dann Abends auf die Suche nach einer Partylocation gemacht. Wir waren immerhin auf Koh Phangan, DER Partyinsel. Und um uns herum lagen lauter legendäre Partyhostels wie Cats in Space usw. Da musste ja irgendwo etwas gehen.
Wir sind stundenlang durch die Gegend gelaufen, die Hauptstraße herauf und herunter, bis gegen zwölf Uhr nicht mal mehr die Straßenbeleuchtung Bock hatte… aber außer ein paar wilden Hunden und einem 7/11 gab es absolut nichts. Keine Menschen, keine offenen Bars… nichts! Partyinsel?? Jetzt wirklich?? Wir sind sogar in ein paar Hostels hinein 😀 Tote Hose.
Uns wurde dann erzählt, dass rund um das Full Moon Festival herum auf Koh Phangan nichts los ist. Erst zwei Tage vorher wird es dann auf einmal richtig voll. Kommt noch dazu, dass wir auch noch Off Season hatten. Enttäuscht waren wir trotzdem 😀
Der erste Eindruck war also gelinde gesagt etwas deprimierend…
Sind dann um ein Uhr ins Bett gegangen, was angesichts des anstrengenden Tages sicher auch eine gute Idee war.

 

 

 

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