Into the Wild

Und während die Zeit hier so schnell an mir vorbei rast, dass ich manchmal gar nicht mehr weiß, was überhaupt in den letzten Tagen passiert ist, schreib ich jetzt einfach mal wieder etwas. Vielleicht kappier ich ja dabei, was ich hier eigentlich alles erlebe. Obwohl ich das stark bezweifel. Ich glaub, das dauert noch ne ganze Weile.

Am Freitag sind wir wieder raus gefahren, diesmal ging es zur Spitzkoppe. Das ist ein grosser Berg mit einem wunderschönen Campingplatz aussenrum. Campingplatz ist aber hier etwas ganz anderes als in Deutschland. Jeder Platz dort ist für sich und man kriegt von den anderen Leuten praktisch nichts mit.

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Auf dem Weg haben uns Giraffen ein Stück begleitet und im Sonnenuntergang konnten wir dann das Bergmassiv bewundern. Folglich sind wir dann allerdings im Dunkeln am Zeltplatz angekommen. Dank Lagerfeuer und Autoscheinwerfern stand das Zelt relativ schnell (ohne meine Mithilfe, ich hab die Autoscheinwerfer an und aus gemacht, auch ein harter Job 😀 Aber irgendeiner muss ihn ja machen )
Danach gabs dann Futter und ein gutes Tröpfchen. So ein Lagerfeuer direkt unter der Milchstraße und einem Himmel, der funkelt und glitzert soweit das Auge reicht… war schon ein bisschen sehr geil! Und die ganzen Sternschnuppen *.*

Am nächsten Morgen gabs dann den ersten “Sprachlos” Moment. Da wir ja im Dunkeln angekommen waren, wussten wir noch nicht, wie unser Zeltplatz überhaupt aussah. Und wir wurden nicht enttäuscht.

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Nach einem leckeren Frühstück gings dann auch schon los- wandern. Ja Mama und Papa, hier gehe ich sogar wandern. Aber das ist mit dem deutschen Wandern auch eher nicht zu vergleichen. Klettern triffts irgendwie eher. Da ich aber an dieser Stelle keine Menschen über meinen Umgang mit meiner physischen Gesundheit beunruhigen will, lasse ich jetzt sämtliche Details über unsere Klettertour aus. Schön wars 😀 So viel kann ich verraten.

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Dezent demoliert und k.o. aber ziemlich stolz auf unsere Leistung gings dann zurück zum Zeltplatz. Schnell duschen (auf dem Platz an sich gab es weder fliessendes Wasser noch Strom, an der Rezeption allerdings wurden wir von dekadenten Aussenduschen begrüsst- ein Traum bei sinkenden Temperaturen und lauwarmem Wasser) Und danach ab zum Sundowner. Ihr hört schon raus aus allen Posts, Sundowner sind hier so ein kleines Highlight.

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Bilder sprechen halt in dem Fall einfach für sich 😉

Dass es in Afrika immer warm ist, ist übrigens ein grausames Gerücht, dass hier keiner bestätigen kann. Über Nacht sind die Temperaturen so stark gefallen, dass wir unseren Atem in der früh sehen konnten. Dick eingepackt gings dann im Morgengrauen (für mich ist das wirklich immer wieder ein Grauen so früh aufzustehen) zu Felsmalereien. An dieser Stelle wurde ich schwer enttäuscht und zwar von dem Verhalten von uns Menschen. Welcher Vollidiot kommt auf die Idee, Felsmalereien zu übermalen oder anzutatschen und hässliche Spuren zu hinterlassen? Seid ihr dumm? Richtig Schade. Erkennen konnte man zum Glück trotzdem noch ein bisschen was.

Danach sind wir dann nochmal wandern gegangen und joah 🙂 Dann gings wieder zurück nach Windhoek.

 

Jetzt muss ich aber zur Arbeit!

Chiao Bella <3

 

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