Gili Air, yeah!

Unsere Unterkunft hier auf Gili Air ist der absolute Wahnsinn. Es gibt einen preiswerten Wäscheservice (nasse Badesachen im Rucksack länger mit sich herumzuschleppen ist echt keine gute Idee! Den muffeligen Geruch hab ich bis zum Schluss nicht mehr heraus bekommen) und ein wahnsinnig geiles Frühstück.

Frühstück war die letzten drei Wochen auf unserer Reise nur ein anderer Begriff für Pfannkuchen. Ehrlich, an jeder Ecke wird in Südostasien Pfannkuchen als Frühstück angeboten. Das ist preiswert und echt geil. Vor allem Bananapancakes. *.* Aber nach drei Wochen Pfannkuchen ist man der Sache irgendwann ein klein bisschen überdrüssig.
Dementsprechend haben wir uns schon mental auf Pfannkuchen eingestellt, als wir am ersten Morgen auf Gili Air zum Frühstück gegangen sind (hey schon ein Frühstücksservice im Hostel ist eine wahnsinnig geile Sache, das hatten wir dort das erste Mal!). Und dann das: als “Vorspeise” gab es Obstsalat mit frischer Wassermelone und Banane. Dann eine riesige Portion Rührei oder Wahlweise Pfannkuchen und als Beilage dazu Zimttoast. Rührei!!! Ich bin fast explodiert vor Freude. Und danach von der Menge an Essen in meinem Bauch, aber egal.
Wir haben uns dann mit unseren Bauchkugeln in die ungefähre Richtung vom Strand gerollt und erst einmal etwas die Insel ausgecheckt. Unser Weg hat uns dabei erst einmal weiter durch grünes Unterholz und Dschungel geführt und ist irgendwann auf den Strand getroffen. Da ist uns dann die Luft weggeblieben.

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Die Strände auf Gili Air sind unbeschreiblich schön. Das Wasser schimmert türkis-klar, man sieht Unmengen an Fischen, sobald man etwas tiefer drin ist und es ist (zu mindest in der Off-Season) sehr ruhig. Die meisten Touristen zieht es vermutlich eher nach Trawangan, da dort deutlich mehr los ist. War uns definitiv nur recht!

Wir haben uns dann in ein paar Liegen einer Strandbar gelegt, Cola und Radler-Bintang gesüffelt und einfach nur die Seele baumeln lassen. 5 Tage lang! 😀 Ja wir sind mal wieder hängen geblieben. Eigentlich wollten wir schon nach 3 Tagen weiter nach Trawangan reisen aber es ging einfach nicht. Gili Air war zuuuu schön!

Man kann auf Gili Air wirklich nicht viel machen, das sollte man vielleicht dazu sagen. Einen Abend sind wir einfach von Bar zu Bar, haben die preiswerteste Happy Hour gesucht, immer wieder die unglaubliche Aussicht bei einem kühlen Bintang genossen und die Insel umrundet. Happy Hour beginnt hier übrigens um 16 Uhr, denn um halb sieben wird es dann auch schon dunkel. Was man so richtig merkt, weil es praktisch keine Beleuchtung auf den befestigteren Wegen gibt.

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An einem anderen Abend haben wir ein super nettes Rentnerpaar aus Australien kennen gelernt, mit den Beiden zu Abend gegessen und uns erklären lassen, wie man es im Alter so richtig krachen lassen kann. Die Beiden waren für einen Tauchkurs auf Gili Air und haben uns von ihren Backpacker Storys aus Europa erzählt. Wer auch immer sagt, dass gemeinsam alt werden, verheiratet sein und sich treu bleiben bedeutet, ein langweiliges Leben zu führen, sollte sich dringend mal mit den Beiden unterhalten.
Dabei ist übrigens das Fußballspiel Frankreich gegen England gelaufen und die Stimmung in der Bar war ziemlich aufgeheitzt. Die ersten drei Sitzreihen vor dem kleinen Fernseher wurden belegt von Engländern. Dahinter kamen dann zwei weitere Reihen Franzosen. Deutschland hat mal wieder nach unserer Zeit um drei Uhr nachts gespielt und so haben wir (ebenfalls mal wieder) das Spiel verpasst.

Wenn wir dann Abends zurück gelaufen sind zu unserem kleinen Bungalow in Dschungel wurde es oft richtig abenteuerlich. Beleuchtung gab es auf dem “Weg” nämlich weit und breit keine, außer das natürliche Licht vom Mond. So haben wir uns eigentlich die meiste Zeit verlaufen und etwas länger für den Heimweg gebraucht. Ab und zu stand auch mal eine Kuh mitten in der Dunkelheit auf dem Weg. Das schöne an nahezu stromlosen Inseln ist 1. das Fehlen von Wifi im Hostel (das war echt geil, denn dann ist man einfach mal gezwungen zu lesen und abzuschalten) und der traumhafte, nächtliche Sternenhimmel. Die Milchstraße war zum greifen nah, ab und zu ist eine Sternschnuppe über den Himmel gesaust und wären nicht die eine Millionen Stechmücken gewesen, hätte man bei den Temperaturen auch einfach in der Hängematte schlafen können.

Die Stechmücken wurden dann in der Früh übrigens von den hauseigenen Hähnen abgelöst. Besonders ein Hahn schien es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, jeden Morgen an unserem Treppenabsatz auf und ab zu marschieren und ordentlich Radau zu machen. Irgendwann hat Rafi dann allerdings ein ernstes Gespräch mit dem kleinen Macker geführt und danach gab es nur noch zeitweise böse Blickabtausche zwischen den Beiden, mit gebührendem Abstand vom Hahn. 😀

 

 

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