Das große Finale

Nun sind schon wieder ein paar Wochen seit dem letzten Beitrag vergangen und es wird Zeit für das große Finale. Das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Also: hier kommt es. Isla Mujeres vol. 2

Wer nur einen Tag auf dieser Insel bleibt, ist wirklich selber Schuld. Ja, es gibt hier keine großen Städte, keine Mayatempel und kein hitziges, hippes Nachtleben. Aber Sonnenuntergänge, die aussehen als hätte ein Künstler nen Eimer Farbe mit allen möglichen Rot und Orange- Tönen über dem Himmel ausgekippt, lange Sandstrände, bunte Fischschwärme, belebte Korallenriffe und vegane HotSpotCafés.

Da unsere Unterkunft idealerweise direkt über einer Tauchschule liegt, schnappen wir uns nach ein paar Tagen Strand und Meer Schnorchel und Flossen, mieten uns einen Roller und ab gehts die Küste entlang zu den schönsten Tauchspots, die diese kleine Insel zu bieten hat.

 

Die ersten Schritte mit Flossen sind furchtbar umständlich. Dauernd kommen Steine zwischen die Zehen, die Wellen bringen einen zum Schwanken und der Schnorchel wackelt am Kopf. Aber sobald der Kopf einmal durch die Wasseroberfläche gestoßen ist, geht eine neue Welt vor einem auf. Eine Welt, in der Schwerkraft ungefähr so wichtig ist wie Burger oder Pizza, in der es fast noch mehr Farben gibt, als das Farbspektrum zulässt und in der wir auf einmal so fremd sind, dass wir Angst haben, etwas falsch zu machen.

Während die Wellen weiter über meinem Kopf zusammen schlagen, ist hier unten alles ganz leise. Nur meine Halskette macht ab und zu ein lustiges Geräusch, wenn die kleinen Elemente aneinander schlagen. Der Rest wird gedämpft durch viele Liter Wasser. Um mich herum und in meinen Ohren.

Wir lassen uns treiben, beobachten das Schauspiel der Unterwasserwelt. Werden selbst beobachtet von kleinen Zebrafischen, Seegurken, sogar einem Rochen und einem Tintenfisch. Überall ist Leben.

Nach diesem aufregenden Tag jagen wir noch ein paar Kilometer weiter mit unserem Roller über die Insel, beobachten Echsen, die noch an vergangene Jahrhunderte erinnern, finden sogar ein paar alte Ruinen und lassen uns am nördlichsten Punkt der Insel die letzten Salzperlen von der Haut trocknen.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge packen wir ein paar Tage später ein letztes Mal in diesem Urlaub unsere Rucksäcke zusammen, falten das Moskitonetz, schultern, was wir dabei haben und machen uns auf den Weg Richtung Flughafen. Etwas anders als ursprünglich geplant, denn Rafi kämpft an unserem letzten Reisetag mit einer leichten Lebensmittelvergiftung. So hell und strahlend die schönsten Tage des Reisens sind, so anstrengend sind solche. An denen man nicht weiß, ob und wie das alles klappen soll. An dem der Körper andere Pläne hat als der Geist. Dann beweist sich stärker denn je, was oder wer beim reisen zusammen hält. Als Team schaffen wir es etwas erschöpft aber auf den Beinen nach Deutschland. Mit Taxi, Fähre, Taxi, Bus und Flugzeug… Der Tag ist lang, die Augen müde und wir erschöpft.

Fürs erste haben wir genug vom Abenteuerleben. Jetzt locken das weiche, heimische Bett, unser gewohntes Umfeld, deutsche Sicherheit und der altbekannte Nieselregen.
Und während wir den ersten Jetlag verschlafen, die letzten Sandkörner abduschen und unseren Freunden von den Abenteuern zwischen kubanischen Klängen, Fiebernächten, mexikanischen Sandstränden und Korallenriffen erzählen, sind wir ganz schön froh, wieder zu Hause zu sein. Wir sind wieder ein Stückchen mehr gewachsen, an den Herausforderungen und den Erfahrungen. Unsere Beziehung ist stärker geworden, man kennt sich halt langsam ganz gut. Neue Erinnerungen haben Platz im Kopf gefunden, bunte Bilder, warme Farben.

Aber ihr kennt uns ja… das nächste Abenteuer ist schon in der Planung. Langweilig wird es ganz sicher nicht! Die Welt ist viel zu groß und unsere Neugierde sowieso. Also kocht euch bis dahin einen leckeren Kaffee, erholt euch auch etwas von den Strapazen des Lesens und schaut ab und zu vorbei, ob wir nicht schon wieder Kopfüber ins nächste Abenteuer gestürzt sind.

Bis dahin <3 Wir sehen uns!

 

 

 

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