Bitte kein Tontopf mehr- Marokko Vol. 2

Nach einem wilden Surftag brauche ich vor allem eins: ESSEN!
Und gekocht wird hier gefühlt den ganzen Tag.
Auch für den vegetarischen Hunger gibt es etwas.
Problematisch wird es erst bei der Auswahl, denn irgendwie scheint Tajine (das ist dieser Tontopf, in dem gekochtes Gemüse serviert wird, mit oder ohne Fleischbeilage)
einfach täglich auf dem Programm zu stehen. Das ist vermutlich wie mit den Nudeln in Deutschland. Die könnte ich auch jeden Tag essen.
Gekochtes Gemüse, Fladenbrot und Reis allerdings- das hängt mir nach 4 Tagen zum Hals raus. Jetzt bin ich ja sowieso kein großer Reisfreund.
Ich greife nach der Hälfte der Woche also verzweifelt zum Salat, wohlwissend der Regel: cook it, peel it or don’t eat it!
Wäre ich lieber bei der Tajine geblieben. Von diesem Fehltritt habe ich noch etwas länger meine Freude.
Merkt euch also: Finger weg von dem rohen Gemüse!! Lieber jeden Tag Tajine :,D !

Donnerstags sind wir in Imsouane, einem kleinen Fischerdorf, dass sich als wahres Surferparadis entpuppt.
Die Wellen sind lang und nehmen einen (wenn man es kann- ich kann es an dem Tag nicht 😀 ) mit bis zum Strand.
Dort gibt es auch frisch gefangenen Fisch, der dann auf einem Grill gebraten wird, bis wir aus dem Wasser kommen.
Für mich war es tatsächlich das erste Mal, dass ich Fisch probiert habe. Bisher hat mich das einfach nicht wirklich gereizt.
Daumen hoch jedenfalls für diesen Fisch! Schmeckt ja gar nicht fischig sondern eher etwas nach Rauch und … keine Ahnung :D.
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Neben meinen “Esskapaden” (haha schlechter Wortwitz!) gibt es allerdings noch viel mehr zu berichten.
Am Ende der Woche geht es ins Paradise Valley. Und das wird seinem Namen absolut gerecht.
Paradise Valley ist eine Oase. Ein Urwald aus Palmen erstreckt sich mitten in der sonst eher kargen Landschaft.
Und dadrin liegen blaue Lagoonen, umringt von schroffen, hohen Klippen.
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Weg von den ersten Pools wollen wir noch weiter ins Valley, es muss noch mehr geben.
Wir klettern, kraxeln, wandern… irgendwann haben wir es dann geschafft.
Vor uns liegt ein tiefer, blau-grüner See frei von Touristen. Um ihn herum hohe, bewachsene Klippen.
Dann hält es uns keine Sekunde mehr und das Battle beginnt. Wer traut sich höher, wer springt besser.
Der Spaß ist allerdings nicht harmlos. Ein einheimischer Springer verschätzt sich, schlägt mit dem Kopf auf und wird blutüberströmt aus dem Wasser geholt.
Eine Lektion für alle Anwesenden, mit Respekt und Vorsicht an die Sacher heran zu gehen.

Wer jedenfalls einmal in der Nähe von Taghazout und Tamraght unterwegs ist, der sollte diesen Orten auf jedenfall einen Besuch abstatten.
Es hat sich zu 100% gelohnt. Auf dem Weg nach Imsouane sind wir auch noch an einer Mini- Wüste vorbei gekommen, in der ich endlich mal wieder  “Dünen” springen konnte.
Da wird man als ehemaliger Namibia-Bereiser richtig kribbelig, wenn man den ersten Sand sieht.
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Es war eine anstrengende, spannende, wilde Woche mit vielen neuen Bildern, Eindrücken und Erlebnissen.
Ich habe meine Lektion was essen angeht gelernt, bin über meinen Schatten und von einer Klippe gesprungen,
bin noch surfsüchtiger geworden und habe mal wieder verstanden: keep cool.
Mehr ruhe, weniger Hektik.

Ciao Bella <3

 

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