Ab nach Toulouse – Meine Tour de France Part 6

Fast eine Woche ist seit meinem letzten Post über unsere Tour de France vergangen. Das liegt zum einen daran, dass ich mit ein paar Freunden übers Wochenende in Österreich war.
Zum anderen versuche ich mich immer wieder vor dem gefürchteten Toulouse-Post zu drücken. Ihr kennt das, in jeder Tour gibt es ein schwarzes Schaaf. Und eigentlich würde ich hier
jetzt viel lieber irgendwas spannendes, begeistertes über Toulouse schreiben. Aber so ist es nunmal nicht.
Schon in Mimizan hat es ja angefangen zu regnen und dieses Wetter hat uns nun bis nach Toulouse verfolgt. Der Himmel ist grau und fieser Bindregen hängt in der Luft, als wir an dem kleinen Hostel
weit außerhalb der Stadtmitte ankommen. Und das sah im Internet wirklich so GANZ anders aus. Was als Partyunterkunft für Studenten beschrieben wurde, entpuppt sich als kleines Eckhaus in einer ziemlich zwielichtigen Gegend. Einziger Lichtschimmer: Wir wohnen direkt am Bahnhof. Leider erfahren wir dann, dass die Bahnen hier für ein paar Tage nicht fahren und wir also, falls wir nicht nochmal mit dem Auto in die Stadt fahren wollen, festhängen. Und auf Autofahren, Parkplatz suchen, Gebühren usw. haben wir wirklich keine Lust mehr.

Meer weg, neue Freunde weg, unsere Klamotten riechen vom Camping immer noch nass-modrig und wir sitzen irgendwo im Nirgendwo fest. “Please put everything out of your vehicle.” rät uns dann noch der Hostelbesitzer. ” You know, its not safe here.” Der ist ja lustig, wie sollen wir bitte unser komplettes Campingequipment aus dem Auto heraus in unser Zimmer stopfen? Wir beschließen also, dass heute nur nette Leute unterwegs sind und lassen das Auto wie es ist.

Und weil uns nach ein paar Stunden schon die Decke auf den Kopf fällt, im Hostel kaum weitere Leute sind und wir wenigstens ein bisschen was von Toulouse (oder seinen Randbezirken) sehen wollen, lade ich einen Geo Cache runter (falls ihr nicht wisst, was das ist: http://www.geocaching.de/) und wir machen uns auf den Weg.

Während unserer Tour sehen wir eigentlich vor allem eines immer wieder: graue Wohnblocks.

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So hatte ich mir den Halt hier irgendwie nicht vorgestellt.
Wenigstens den Cache finden wir.
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Und weil es danach schon fast Zeit fürs Abendessen ist und wir so wenigstens unser Schlafdefizit der letzten Tage nachholen können,
kochen wir uns noch etwas und gehen dann, das erste Mal seit dem Beginn unserer Fahrt, wirklich früh schlafen.
Wer weiß wofür wir die Energie noch brauchen 🙂

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