Hängen geblieben – im wahrsten Sinne des Wortes

Ich bin niemand, der gerne durch die Gegend hetzt. Weder zu Hause noch im Urlaub. Während sich die Aldikassiererin mit mir zum Beispiel einen Wettkampf im Einkäufe scannen vs einpacken liefern möchte, fange ich erstmal gemütlich ein Bisasam. (ja ich war die, wegen der ihr so lange anstehen musstet 😛 )
Good things take time. Wer allerdings in 5 Wochen so viel von Südostasien und Indonesien wie möglich sehen möchte, der braucht sowas wie nen Teleporter oder mindestens einen ICE, um überhaupt irgendwie voran zu kommen.
Schon in Bangkok hatten wir uns also überlegt, wie wir am geschicktesten mit unserer Zeit umgehen sollten. Unser Fazit: 3-4 Tage Koh Tao, dann 3-4 Tage Koh Phangan und zum Abschluss noch so 4 Tage Koh Samui. Von Samui nach Singapur und ab nach Bali. Soweit der Plan. Als wir dann an unserem ersten Abend in Koh Tao zwei junge Mädels getroffen haben, die uns erzählt haben, dass sie die letzten zwei Wochen einfach nicht von dieser Insel weggekommen sind (und das wo jeden Tag einige Fähren an- und abkommen) da waren wir erstmal etwas amüsiert. Kann uns nicht passieren, haben wir uns gedacht. Dafür gibt es schließlich unseren Zeitplan.

Die nächsten drei Tage haben wir dann Koh Tao per Roller erkundet.
Dabei haben Ao Leuk entdeckt, einen wunderschönen, kleinen, privaten Strandabschnitt mit türkisem Wasser und bunten Fischen.

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Wir sind außerdem bei heftigstem Regenfall durch den Dschungel gefahren, an das hinterste Ende der Insel, haben dort per Zufall Freunde aus Bangkok wieder getroffen und sind in der Mango Bay abgetaucht.

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Am obersten Gipfel eines Berges haben wir unseren Blick über die kleine Insel streifen lassen und die Aussicht genossen.

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Abends ging es auf Beachpartys mit Feuershow und guter Musik. Wir haben(fast)jedes Curry und Pad Thai ausprobiert und den 7/11 Vorrat an Wasser und Bier leer gekauft.

Nach drei Tagen war es dann Zeit, unser Zimmer wieder aufzuräumen, auszuchecken, den Roller abzugeben, unseren Freunden „Tschüss und Adé“ zu sagen und weiter zu reisen. Schließlich hatten wir ja einen Zeitplan.

… 😀 …

Wir haben die Fähre an diesem Tag nicht genommen. Und auch am nächsten nicht. Am Ende sind wir eine ganze Woche auf dieser Insel irgendwo im Meer hängen geblieben. Hätten wir nicht den Flug nach Singapur gebucht gehabt, vermutlich wären wir niemals nach Bali gekommen.

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Es lag sicher nicht nur an der Insel sondern auch an all den tollen Menschen, die wir dort kennen lernen durften. Ab diesem Zeitpunkt jedenfalls haben wir unsere Zeitpläne über Board geworfen. Man sollte sich einfach treiben lassen, auch wenn man nicht sechs Monate sondern nur 5 Wochen reist. Manchmal sind wir eben noch nicht bereit, einen gewissen Ort oder Freunde hinter uns zu lassen und das ist auch okay so.
Reisen ist sowieso ein dauerndes Abschied nehmen, da muss man sich nicht auch noch stressen.
Und das hier war definitiv kein Abschied für immer, so viel steht fest!

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