Glanz und Gloria- Singapur

Singapur, die Stadt der 1000 & 1 Verbote. Du darfst nicht in der Bahn trinken. Nicht essen. Nichts auf den Boden werfen. Drogen dealen solltest du, falls du an deinem Leben hängst, besser auch nicht. Denn darauf steht sogar die Todesstrafe.

Unser Airbnb liegt etwas außerhalb des Zentrums von Singapur, in einer Nachbarschaft die sehr multikulturell aufgestellt scheint. Da gibt es eine thailändische FastFood Kette mit Tischgrillen, malaysische Restaurants mit Take Away Suppen, einen türkischen Lebensmittelladen der uns noch spät abends mit Wasser versorgt und den französischen Bäcker direkt gegenüber. Die Straßen sind sauber, der Verkehr geregelt, es gibt Bushaltestellen und Ampeln. An Tankstellen kann man Geld ziehen und regelmäßig sieht man auch ein Taxi vorbei fahren. Singapur ist irgendwas zwischen asiatisch und europäisch. Fast kriegen wir einen zweiten Kulturschock, so sehr haben wir uns eigentlich schon an das Straßenchaos, die vollbepackten Roller (auf einen einfachen Roller passen zwischen 3 und 5 Menschen, wusstet ihr das?), das Street Food Essen, die Gerüche, Tempel und Händler gewöhnt. Wir fühlen uns vor allem irgendwie etwas verloren. Ja Singapur ist schön, sauber und geordnet. Und vielleicht ist gerade das irgendwie ein kleines bisschen zu viel für uns nach den letzten drei Wochen.

Mit einem geschockten Blick auf das Handy stellen wir beide fest, dass heute schon der 18. Juni ist. Morgen werde ich 23! In einer fremden Stadt. Ohne meine Familie. Ohne meine Freunde. Mein erster Geburtstag so weit weg, dass mir nicht mal jemand um zwölf gratulieren kann. Da ist es in Deutschland immerhin erst 18 Uhr.

Den Tag nutzen wir also, um die Innenstadt zu erkunden. Wir machen halt an der Marina Bay, dem Hafen von Singapur und auch ein bisschen das Prunkstück der Stadt, glaube ich.

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Den ganzen Tag, lassen wir uns einfach durch die Stadt treiben.
Entdecken Raffles Place, der ein fettes Medienaufgebot liefert (zwei Bildschirme in einem kleinen Park).
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Erkunden Chinatown, mit uns dann auf einmal wieder viel bekannteren Gerüchen und fast sowas wie einem Heimatgefühl. 😀 Chinatown in Singapur ist übrigens viel geordneter als die Bangkokvariante!

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UND DANN: gehen wir bei Subway essen *.* Mecces haben wir übrigens nicht einmal besucht, während der Reise. Wäre auch nicht nötig gewesen, das Essen war viel zu geil überall. Subway war vor allem für die Quote 😉

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Danach sind wir dem Tipp einer Freundin gefolgt und haben uns in den Gardens von Marina Bay unter einen der verrückten Bäume gelegt, Bier gezischt und die untergehende Sonne genossen. Sobald es Dunkel wird, war es dann soweit. Eine verrückte Lichtershow mit Musik untermalt, mitten im Garten. Hauptdarsteller: die Bäume!

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Mit einem geschockten Blick auf die Uhr gings dann zack zack wieder zurück zum Airbnb. Wie konnte es so schnell halb Elf werden? Duschen, umziehen, fertig machen. Geld ziehen und ab ins Taxi.
Fürs hinein feiern in meinen Geburtstag haben wir uns für den Zouk-Club entschieden, der, wenn man dem Internet traufen durfte, einiges zu bieten hatte.
Und wir wurden definitiv nicht enttäuscht. Der DJ war der Wahnsinn, es gab Stickstoffkanonen, fette Lightshow, noch fetteren Bass, verdammt gute Stimmung und verrückte, lustige Menschen. Ein bisschen hat mich das Ganze an den alten Cocoon-Club in Frankfurt erinnert, nicht an den neuen Schuppen!

Ich war schon dabei, als Freunde in Afrika ihren Geburtstag gefeiert haben, weit weg von ihrer Familie. Oder auch einfach nur in Frankreich. Ich selbst allerdings war immer zu Hause. Und ich weiß nicht, ob es an der Malibu-Bier-Wein Mischung in meinem Blut gelegen hat oder einfach an der Stimmung, aber irgendwie hat sich das Ganze total surreal angefühlt. 23. Irgendwo in Singapur in einem Club. Mit meinem Freund.
Am anderen Ende der Welt. Während in Deutschland die Meisten erst zu Abend essen oder von der Arbeit kommen. Das war so verrückt und aufregend und anders… schwer zu beschreiben. Und toll! Die Welt hat sich in dem Moment so klein und groß angefühlt, alles gleichzeitig. So als würde da noch ganz viel auf uns warten, als müssten wir nur die Hände ausstrecken und nach den Chancen greifen. Wir haben gelacht, getanzt, gejolt, geschrien bis wir durchgeschwitzt waren, unsere Füße gebrannt haben, die Augen schon auf halbmast hingen und der Bass sich längst in unserem Gehörgang einen eigenen Platz verschafft hat.

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