Bikinstreifen sind aus. Der Trend geht zum Farmerarm.

Für ein vorerst leider erstmal letztes Mal ging es für mich dieses Wochenende nach Swakop . Ein bisschen hats mir diese kleine Stadt am Meer wirklich angetan. Zwischen unendlicher Wüste und unendlichen Meeresweiten liegt die Stadt eingesäumt von Palmen und strahlt im Vergleich zu Windhoek eine unglaubliche Ruhe aus. Und auch sonst kann man diese zwei Städte kaum miteinander vergleichen. In Swakop kann man ohne sich Gedanken zu machen nachts durch die Straßen laufen, das Smartphone raus holen und generell Wertsachen bei sich tragen.

Swakop ist für mich hier vielleicht auch deshalb so wichtig geworden, weil es mir immer Hoffnung und Kraft gegeben hat. Das erste Mal auf meiner Reise mit Martin. Nach tagelanger, menschenleerer Wüste war Swakop das erste Mal Stadt und Menschen. Das hat wirklich gut getan 🙂 Und wieder Motivation Lust und Kraft für die weitere Reise.

Das zweite Mal dann nach meinem ersten Wdh- Tief. Susa und ich haben uns für zwei Wochen wie die Vögel im goldenen Käfig gefühlt. Der Ausflug nach Swakop war dann auch der Schritt in die Freiheit und Gleichzeitig der Anfang einer unglaublich schönen Zeit, dank einer ziemlich, ziemlich coolen Begegnung. Und dank dieser Begegnung gings ab dann auch in Wdh richtig bergauf und der Alltag ist eingekehrt- ein Alltag den ich furchtbar vermissen werde, sobald ich Nam den Rücken kehren werde. Wenn ich dran denk kommen mir schon die Tränchen, also lieber wieder zurück zu unserem Wochenende!

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Am Freitag gings zu fünft Richtung Swakop. Da wir im selben Hostel wie letztes Mal waren, haben wir es natürlich diesmal auf anhieb gefunden und konnten uns ewiges Suchen sparen. Es war schon fast ein bisschen wie heim kommen und trotzdem wieder komplett anders als letztes Mal.
Dann gabs erstmal was zu futtern. Danach haben wir den Abend gemütlich ausklingen lassen und sind früh ins Bett. Es gab keinen Alkohol. Und feiern waren wir sowieso nicht. Und überhaupt :,D !

Am Samstagmorgen waren wir dann dementsprechend ausgeschlafen und konnten schon in aller Früh- so wie wir das gerne machen- losziehen. Nein Spass, am Samstag ging es relativ spät los. Dafür dann aber mit Vollgas. Als erstes sind wir einem Tip unserer Lieblingsreiseguides gefolgt und zum Food Lovers. Und ich muss zugeben, der Tip war definitiv Gold wert. Food Lovers lässt sich irgendwie nur sehr, sehr schwierig beschreiben. Da gab es ungefähr alles an Obst und Gemüse, was Afrika so zu bieten hat. Und zwar reif! So reif, dass wir uns am liebsten direkt mit offenem Mund hinein geschmissen hätten. Guaven, Avocados, Ananas, Papaya, Granatäpfel. *.* Und das Gebäck erst. Oder die riesigen Müslibehälter.

Frisch gestärkt ging es dann ab Richtung Walvis Bay und Dune 7.

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Dune 7 ist kleiner als Dune 45 und hat auch eine andere Farbe. Aber der Spaßfaktor war ziemlich ähnlich. So eine Düne sollte man normalerweise am Kamm hoch laufen. Wir sind einfach gerade hoch gekrabbelt, was echt anstrengend war aber auch viel, viel lustiger. Während unten African- Musik lief, Menschen gebraiit und getanzt haben, haben wir uns barfuß durch den warmen Sand mit der strahlenden Sonne über uns die Düne hochgewurschtelt. Das glitzernde, tiefblaue Meer im Rücken und die Wüste direkt vor uns, war der ganze Moment einfach ziemlich perfekt. Mal wieder ein Marmeladenglasmoment, von denen es hier so unglaublich viele gibt.

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Danach sind wir einem weiteren Tip unserer Top- Reiseguides gefolgt und haben uns ins Birdparadise verirrt. ( Danke Sissi an dieser Stelle für die ungassbar gute Beschreibung. Wir haben höchstens eine Stunde verzweifelt danach gesucht. )
Birdsparadise, das sind mehrere Wassertümpel umringt von Schilf mitten in der Wüste. Und da haben es sich ganz viele Flamingos gemütlich gemacht. Ein bisschen beeindruckend sah das schon aus. Ich befürchte aber, das muss man so wie vieles einfach selbst gesehen haben. Denn so beeindruckend klingt das jetzt bestimmt dann doch nicht. Aber Wasser mitten in der Wüste, grüne Schilfwälder und dazwischen diese pinken Vögel, das alles in der untergehenden Sonne- war schon irgendwie Märchenhaft.

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Danach haben wir noch einen kleinen Abstecher am Aphrodite- Beach gemacht und sind schwimmen gegangen. Abends im Kükies gabs dann das große Praktikantentreffen. Dieses Wochenende waren wir NBC Praktikanten alle zusammen in Swakop.
Und auch wenn es eigentlich total langweilig ist, muss ich auch einfach aufschreiben, wie geil wir hier für wenig Geld essen gehen können.
Theresa und ich hatten zusammen einen riesigen Salat, Frühlingsröllchen und gefüllte Gemüsetaschen. Eine große Portion Bratkartoffen, eine kleine Portion Spätzle und Mushroom Soße für umgerechnet vielleicht 6 Euro pro Person. :,D !

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Am Sonntag sind wir dann aber wirklich früh aufgestanden um noch ein bisschen durch die Stadt zu bummeln und den Jungs ihr heiß ersehntes Gebäck ausm Food Lovers mitzubringen. Dafür gabs im Austausch dann ein ziemlich geiles Abendessen.
Nach unserer kleinen Stadttour jedenfalls sind wir dann zum Quad biken in die Wüste. Und ich befürchte Theresa und ich haben die Geschwindigkeits- Junkees in uns entdeckt. Aber keine Angst Mama und Papa, im Vergleich zu unserem Guide bin ich nicht von meinem Quad gefallen! Dabei sollte der doch eigentlich auf uns aufpassen.
Wir haben auch überhaupt keine Faxen mit den Quads gemacht und uns sowieso immer an die Vorschriften gehalten.

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Nach dem Quad fahren sind wir dann noch ein letztes Mal zum Strand um die Meerluft zu geniesen. Dann gings ab nach Hause. Und wie Hannah und Theresa eben so sind: „Hey warum nehmen wir nicht die Gravelstreet, die sieht viel schöner aus.“ Die hat sich dann als wilder Pass mit extremen Steilhängen entpuppt, auf dem wir auch mal aussteigen mussten, damit unser Golfi es hoch schafft. Ich bin inzwischen der Meinung, meinem Auto ist schon längst nicht mehr bewusst, dass es kein 4by4 ist. Gelohnt hat sich die Fahrt aber trotzdem. Die Natur hat sich uns mal wieder von ihrer unfassbar- schönsten Seite präsentiert und uns sprachlos gemacht.

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Einfach war die Fahrt trotzdem nicht und am Ende sind wir alle ziemlich, ziemlich ko dann endlich in Wdh angekommen. Da hat uns dann allerdings ein leckeres, diesmal sogar selbstgekochtes! Essen und unsere Windhoek- Familie erwartet. Und das war dann wirklich schon wie Heim kommen. <3

Ciao Bella

Ein Kommentar bei „Bikinstreifen sind aus. Der Trend geht zum Farmerarm.“

  1. Schöner Blog! Immer weiter so 🙂 Alles LIebe

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