Atmende Berge, Tunnelblick& Sonnenschein- unser MalleUrlaub

Um nochmal alle Sonnentanks aufzufüllen und dem herbstlichen Unialltag zu enfliehen, ging es Ende des Sommers für eine Woche mit Rafael nach Mallorca.
Für mich tatsächlich das erste Mal. Mallorca& Pärchenurlaub. (das Wort find ich allerdings grauenhaft!)
Auf unserer Familie lastet nämlich der Mallorca-Fluch. Gefühlt 100 Mal haben wir Mallorca schon gebucht- und immer ist etwas dazwischen gekommen.
Krankheit, Verletzungen… einfach irgendwas.
Ihr könnt euch also meine Nervosität eine Woche vor Abflug vorstellen. Bloß keine Bakterien einatmen, nichts Unüberlegtes tun und auf GAR KEINEN FALL auch nur sportliche Aktivitäten denken.
Gegen jeden Fluch saßen wir dann irgendwann wirklich im Flugzeug und ab ging es auf die schon irgendwie fast deutsche Insel.

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Meine Vorurteile gegenüber Mallorca wurden in den letzten Jahren von den Erzählungen sämtlicher Freunde noch gepusht.
Am Gepäckband habe ich also auf grölenden und sabbernden Abiturienten mit der Vodka- Flasche gewartet, im Bus auf sämtliche Schlagermusik und im Hotel dann auf den Welcome- Sangria-Eimer
Und ich habe gewartete. Und gewartete. Und gewartete.
Cala Ratjada jedenfalls, das kann ich jetzt sagen, ist wirklich alles andere als Ballermann. Die einzigen mit einem Bier vor Vier am Strand waren wir – und eine lustige, 40 köpfige Männergang, die jedes Jahr ihren Only-men-Trip wo anders macht.

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Wir sind in unserer Woche der hotelnahen Bucht Cala Gat treu geblieben und haben uns nur einmal an die große Cala Agulla verirrt. Die hat uns dann allerdings überhaupt nicht überzeugt.
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Wie auch. Umgeben von grünen Wäldern, mit Blick auf den Leuchtturm und türkis-blauem Wasser weiß die Cala Gat einfach wie man als wunderschöne Bucht auszusehen hat. Aus dem Strandcafé sind ab und zu spanische Tanzrythmen herüber geweht zusammen mit dem Duft von Burgern und Pommes.

Richtung Mitte der Woche haben wir uns dann aus unserem ersten Urlaubstrott heraus gerissen und auf eine kleine Wanderung gemacht. Quer durch die Wildniss ging es bergauf und bergab, zur linken immer wieder unfassbar schöne Buchten und zur rechten steiniges Geröll. Ziel auf Umwegen: Der Leuchtturm von Cala Ratjada.

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Auf unserem Weg haben wir dann sogar einen atmenden Berg gefunden. Der muss über einer durchspülten Höhle gelegen gewesen sein, in den immer wieder Wellen hinein geschwappt sind. Die Luft ist dann durch ein Loch entwichen, dass sich angehört hat, wie ein schnarchender Wal.

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Ich muss zugeben, dass meine stillen Vorurteile gegenüber Mallorca nicht bestätigt wurden. In keinster Weise. So gar nicht. Nope, so habe ich mir die irgendwiedeutsche Insel nicht vorgestellt.

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Auch die Innenstand von Cala Ratjada kann sich sehen lassen. Süße, kleine spanische Restaurants reihen sich aneinander, in den verwinkelten Gassen können sich die armen Studenten mit Bier und Wein endecken, es gibt einen großen Hafen in dem große und kleine Schiffe auf und abwippen und – denn so ganz kann dann auch Cala Ratjada nicht auf Bierbbrunnen und Co. verzichten- einige Bars& Discotheken, in denen sich Abends die feierlustigeren Urlauber wieder finden.
Mein Favorit? In der laufwarmen Abendluft am Hafen entlang flanieren, ein Stück in eine Bucht klettern und den Wellen beim rauschen zu hören.  Ganz Pärchenurlaube- like 😉

Ein oder zweimal haben wir uns dann aber doch aufgerafft und die Barszene von Cala Ratjada unsicher gemacht. In Cocos Pool Bar wurden wir mit Gratis-Shots und anderen Flatratepreisen gelockt. Und weil man mit Gratisshots ja eigentlich nie irgendwas falsch machen kann, es sogar einen POOL in Cocos POOL Bar gibt und die Gratisshirts in klassischem Ballermanndesign einher kommen, nichts wie rein.

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Hinter Gratisshots, da steckt auf Mallorca meistens der allseits geliebte Tunel. Ein grüner Kräuterschnaps der Erkältungsbadatem und einen Tuuuuunel- Blick verspricht. Prost!
Nach diesem Abend hat es sich dann für uns ganz schnell ausgeTUNELt.
Zum Glück kann dafür das spanische Bier wirklich was. Und sieht deutlich gesünder aus als die abgefüllte Gewürzmischung.

 

Was wir im Urlaub nie gehört haben: „Scheiß drauf, Malle ist nur einmal im Jahr!“
Was wir dafür dauernd gehört haben: ein lustiger Singsang aus „Melooona,Cocoooonut,Ohlala“

To put it up in a nutshell:
Nette, entspannte Locals& Urlauber, schöne, türkisblaue Buchten und Sonnenschein trotz Regenvorhersage- Cala Ratjada, we will see each other again one day, I am sure 🙂

 

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